London & Dorset – Oktober 2017 – Teil 1 (London)

Als anglophiler Serienjunkie schaute ich mir im Frühjahr 2017 die Serie Broadchurch auf Netflix an, in der es in den ersten beiden Staffeln um den mysteriösen Tod eines Jungen in dem fiktiven Ort Broadchurch geht…

Gedreht wurde die Serie unter anderem in Westbay, einem kleinen Örtchen an der Jurassic Coast in der malerischen Grafschaft Dorset im Südwesten Englands…

Shipton Gorge, Bridport, Dorset Blick von der St. Lukes Farm

Den Flug von Dortmund aus nach Luton sowie Unterkunft und Transfers (Visitor’s Oyster Card für die Tube in London sowie den Zug von London nach Dorchester hatte ich, wie für meine sonstigen Reisen üblich, selbst im Internet gebucht…

Bevor ich allerdings ein paar tolle Tage in dieser Idylle verbringen durfte, ging es erstmal in die Stadt, die ich das letzte Mal 2008 besuchen durfte….

London
Dortmund Flughafen – beim Einstieg ins Flugzeug…

Zunächst ging es nachmittags mit Easy Jet nach Luton Airport und von da aus in die City. Ich muss ehrlich einräumen, dass mit steigendem Alter diese Strapazen am Flughafen nicht mehr so spurlos an einem vorbei gehen. Diese Security Checks, auf die man sich ja noch so gut vorbereiten kann, sind immer irgendwie aufregend und das lange Warten nervtötend…

Doch ehe ich mich versehe, sitze ich auch schon im Flieger, wo das Bordpersonal das Standard-Programm abspult… Getränke, Dutyfree-Waren, Lotterielose… da scheint mit den Jahren die Zeit einfach stehen geblieben zu sein…

Blick aus dem Flieger… draußen wird es schon dunkel…

Am Flughafen angekommen, steht erstmal die Passkontrolle bevor… nix Schengen-Abkommen, daran wird sich auch nach einem Austritts Großbritanniens nichts ändern… Mit einem EU-Reisepass der neusten Generation wäre es schneller gegangen, da man den einfach selbst hätte scannen können… Ich habe mich für den Personalausweis entschieden… also ab zum Grenzbeamten, der mich nett willkommen heißt…

Nächste Hürde, vorher gebuchtes Zugticket am Automaten abholen… Irgendwie immer aufgregend, seine Kreditkarte in ein Terminal zu packen und es spuckt einem das Ticket aus…

Nichts desto trotz schaffe ich es, nach einer Ess- und Zigarettenpause (Gott sei Dank bin ich das Laster los) in den Zug einer falschen Gesellschaft zu steigen, der mich in die City bringt, auch wenn die Fahrt wegen der Unruhe, bei einer Ticketkontrolle Ärger zu bekommen, ziemlich unentspannt ist…

King’s Cross/St. Pancras… weiter mit der Tube zum Queen’s Park.

Mind the Gap!

Ich war das letzte Mal vor 9 Jahren in London… die Erinnerungen an das System U-Bahn-Fahren sind ziemlich blass und ich muss mich erstmal erinnern…Aufgrund der heutigen allzeit verfügbaren Informationsquelle Smartphone ist man geneigt, sich um nichts großartig vorher zu kümmern… irgendeine App mit so einem Titel wie London Tube Map wird es schon richten… Nur witzig, wenn man gar kein Netz im Untergrund hat :), obwohl die Londoner trotzdem im Tunnel wie gebannt auf ihre Handys starren…

Es ist schon recht spät und die Dämmerung schon weit fortgeschritten als ich an der Haltestelle Queen’s Park aussteige… Wie immer war schon im Vorfeld Google Maps mein Freund und der Weg zur Unterkunft auf der Harvist Rd. wirklich kinderleicht zu finden… Just a short 5 minutes‘ stroll…

Eingang zum Queen’s Park an der Harvist Road
Wer kennt sie nicht…?
Blick auf die Harvist Road…

In der Unterkunft angekommen, wurde ich erstmal von Brian, einem Amerikaner aus Chicago und seiner kleinen Tochter begrüßt. Brian zeigt mir das kleine Zimmer, welches für die kommenden zwei Nächte meine Unterkunft sein soll.

Mein Quartier… klein, dafür bezahlbar 😉

Nachdem ich mich ein wenig akklimatisiert hatte, war es dann auch Zeit, ins Bett zu gehen… Schließlich wollte ich mir am nächsten Tag ein Update von der Stadt verschaffen… Vorher konnte ich in der eben so kleinen Toilette noch das hier bestaunen… 😀

Oh shit!
The next morning…

I had a nice little chat with Brian…. oh… German please! 😉 Danach erstmal Kaffee und Zigarette im Garten /Hinterhof.. und ja, selbst hier blieb ich nicht nicht von den Katzen verschont, genauer gesagt, von einem schwarzen Etwas, mit welchem ich ein paar freundliche Gurrlaute austauschen (Pürrrrrrr, ya know?) , bevor ich mich auf den Weg zu einem hierzulande bekannten Supermarkt mache, der sich fußläufig etwa 10 Minuten entfernt auf der Kilburn High Road befindet….

The living room
In the backyard…
It seems like the moose is not loose 😉

ALDI guten Sachen… :=)

Ich erwerbe dort einiges Zeugs, damit ich mir neben dem Frühstück ein paar Sandwiches für unterwegs machen und später noch was kochen kann… Nach kurzem Stopp in der Unterkunft geht’s in die City.

Vorher aber noch kurz einen Abstecher gemacht, denn ganz in der Nähe, 15-20 Minuten fußläufig, befinden sich die Abbey Road Studios… Die armen Autofahrer haben es an Londons wohl berühmtestem Zebrastreifen nicht gerade einfach. Andauernd steht da ein Pulk von Touristen und schickt sich an, die Straße zu überqueren…. Da ich alleine unterwegs bin und keine Schlaghosen anhabe, die einen weit ausfallenden Schritt annähernd cool aussehen lassen würden, sehe ich davon ab… 😀

Das nächste Ziel, das ich mir vorgenommen habe,ist natürlich wieder einmal von einer meiner Leidenschaft für Serien beeinflusst… NEIN, vielmehr meiner Leidenschaft für DIE SERIE… Als ich dort ankomme, wartet auch schon ein Bauarbeiter darauf, von mir ein Foto zu schießen, was ich gerne annehme 🙂

Na, wer kennt es?

Danach geht’s weiter zu London’s bekanntester Leuchtreklametafel…

Piccadilly Circus, leider wegen Austausch der LED-Leuchten des Bildschirms kein Tanz der Reklame, dafür Straßenmusik, der ich ein wenig lausche…

…bevor ich mich via Trafalgar Square Richtung Big Ben und Westminster Bridge bewege, wo die Wunden des Attentats vom März 2017 noch deutlich sichtbar sind.

Kein Glockenklang zur vollen Stunde in den nächsten Jahren…

Nachdem ich mir in einem Laden  einen Coffee to go organisiert und damit die Brücke überquert habe, mache ich eine kurze Pause, um mich an einem meiner Sandwiches (ich glaube es ist schon das letzte) gütlich zu tun…

Weiter geht es zu einem kleinen Spaziergang an der Themse entlang…

…bevor mein kleiner Auffrischungsspaziergang mit einer Besichtigung des Shard’s, Londons mit 306 m höchstem Gebäude und einem Blick auf die braungefärbte Themse zuende geht…

Da mein Handy zwischenzeitlich keinen Saft mehr hatte, bin ich übrigens nochmal zurück zur Unterkunft… das war schon ganz schön knapp, weil die Buchung für die Besichtigung fix war… aber letzlich hat alles super funktioniert und der Ausblick von oben war echt schön…

Die Belfast

   

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