Texte – Gedanken, Fragmente und andere geistige Ergüsse

Im Laufe der Jahre hat sich so einiges angesammelt. Gedanken, die irgendwann einmal zu Papier gebracht werden wollten, lose Fragmente, Liedtexte und Ideen zu Büchern, die vermutlich niemals geschrieben werden.
Manches davon ist mehr oder weniger ausgereift, anderes blieb ein spontaner Einfall, eine Momentaufnahme oder schlicht der Versuch, etwas in Worte zu fassen, wofür mir seinerzeit vielleicht noch die richtigen fehlten.
Wer sich durch diese Zeilen liest, möge daher ein wenig Nachsicht mit mir haben und die Texte stets im Kontext meines jeweiligen geistigen und emotionalen Reifezustands betrachten.
Schließlich entwickelt man sich im Laufe der Jahre ja weiter. Zumindest möchte ich das hoffen. 😉

Da war er nun, der Sommer.
Wie ich die Hitze, die er mit sich brachte, verachtete.
Schon der Frühling war so heiß gewesen, dass ich mir an ihm nicht nur die Finger verbrannt hatte. Das Feuer ging so schnell, wie es gekommen war. Auf seinem Weg hatte es eine Spur der Verwüstung und Zerstörung zurückgelassen. Meine Gefühle und die mit ihnen verbundene Euphorie und Hoffnung, die fortan einem deformiertem, bis zur Unkenntlichkeit entstellten Haufen geschmolzenen Plastiks glichen, waren von jetzt auf gleich mit Brandschutzschaum der besonderen Art gelöscht worden. Gefahrenklasse G! Gnadenlos! Und äußerst effektiv, möchte ich hinzufügen! Das ist nämlich die Sorte Chemikalie, die das Feuer nochmal richtig anfacht, bevor es ihm entgültig den Sauerstoff und damit seine Lebensgrundlage entzieht (irgendwie kommen mir gerade die Worte: „Olaf, Du musstäh eine ‚andtuch nähmen!“ in den Kopf lach)
Die Brandschutzunterweisung hatte also in diesem (oder sollte ich besser in meinem Fall sagen) ganze Arbeit geleistet.
Selbst schuld! Haben uns unsere Eltern nicht immer gesagt, wir sollen nicht mit dem Feuer spielen? Warum nicht? Darum nicht! Aber es macht doch soviel Spaß!!!
Nun, es wäre ja nicht das erste Mal…
So scheint mir der Fall/mein Fall zumindest nicht ganz hoffnungslos. Vielleicht kann aus dem kläglichen Haufen Plastikmüll im Rahmen der nächsten Upcycling-Aktion ja etwas Neues erwachsen? Etwas Brauchbares, das jemand Anderes als unendlich nützlich, kostbar und wertvoll erachten kann..? Wir werden sehen. Herbst oder Winter werden Aufschluss bringen. Zumindest muss man (mich eingeschlossen) dann, Neigungswinkel der Erde sei Dank, keine Angst mehr vor Sonnenbrand jeglicher Art haben..
© 2016 Olaf Siebert

