Gedankenfetzen

Coming soon…

Der Lehrer der zum Kopierer ging und nie wieder kam – Ein Post-Trauma

Gedankenfetzen

Im vorliegenden Buch treffen wir auf die Romanfigur Lasse Siddhartha, von seinen Freunden auch Lasse S. genannt. Lasse, stramm auf die 50 zugehend, ist Lehrer, an einem Dortmunder Gymnasium und Protagonist einer kranken Welt, die es so niemals hätte geben dürfen und für die es nur ein einziges Heilmittel gibt. Sterben. STERBEN. Sofortiges, unumkehrbares, ergo nachhaltiges Sterben, hier – und – jetzt… ohne diese schnörkelhafte Prozesshaftigkeit! Autor Olaf Siebert und sein Co.-Schreiber Prof. Dr. Wahnsinn (auch bekannt durch seine Arbeit als Terror-Induktions-Experte für diverse deutsche Nachrichtensendungen) rechnen in „Der Lehrer der zum Kopierer ging… “ schonungslos ab mit der latenten Globulisierung der Gesellschaft und schaffen den perfekten Abgesang auf eine um ihre Lebensträume betrogene Generation, der so schön noch nie in Worte gekleidet wurde.

New York Times
Where the fuck is Dortmund and who’s this Lasse S. they are all talking about?
Well, big shout out to Olaf Siebert for confirming to us New Yorkers that there are lifes elsewhere in the world that have been dumped in the toilet of time without anyone ever noticing.

Prolog

I. Aachener Printen
II. Mama
III. Amn3si3
IV. Treppensturz
V. Liebesgrüße aus Wambel Beach
VI. Bastard… oder: Wenn der Postmann keinmal klingelt
VII. Vivid Circle & Lady Bug
VIII. Wo kommste wech, vom Borsichplatz, ey?

Intermezzo/Große Pause

IX. Landverschickung
X. Kaminski
XI. Erwachen
XII. Wärst Du traurig, wenn ich wegginge?
XIII. Depression
XIV. Aachener Quinten oder: „Wir sehen uns bei Finya, bitch“!
XV. Weimar 2.0.
XVII. Help, Alexa ate my hamster!
Epilog

Vieles

Manchmal ist alles nicht genug,
oftmals vieles noch viel mehr,
und doch wichtiges sein eigen nennen,
stillt unser Gedankenmeer…
Das in Wogen schäumend schaukelt,
so dass uns fast schon übel wird.
Wunsch nach Frieden auf sich bäumend,
wie ein Vogel durch die Lüfte schwirrt.
Erlöschen, brennen, erlöschen, brennen,
ewiges Gezeitenspiel,
für den, der dieses kann erkennen,
ist auch vieles nie zu viel.

© 2017 Olaf Siebert

Kalte Sonne

Da war er nun, der Sommer. Wie ich die Hitze, die er mit sich brachte, verachtete.
Schon der Frühling war so heiß gewesen, dass ich mir an ihm nicht nur die Finger verbrannt hatte. Das Feuer ging so schnell, wie es gekommen war. Auf seinem Weg hatte es eine Spur der Verwüstung und Zerstörung zurückgelassen. Meine Gefühle und die mit ihnen verbundene Euphorie und Hoffnung, die fortan einem deformiertem, bis zur Unkenntlichkeit entstellten Haufen geschmolzenen Plastiks glichen, waren von jetzt auf gleich mit Brandschutzschaum der besonderen Art gelöscht worden. Gefahrenklasse G! Gnadenlos! Und äußerst effektiv, möchte ich hinzufügen! Das ist nämlich die Sorte Chemikalie, die das Feuer nochmal richtig anfacht, bevor es ihm entgültig den Sauerstoff und damit seine Lebensgrundlage entzieht (irgendwie kommen mir gerade die Worte: „Olaf, Du musstäh eine ‚andtuch nähmen!“ in den Kopf lach)
Die Brandschutzunterweisung hatte also in diesem (oder sollte ich besser in meinem Fall sagen) ganze Arbeit geleistet.
Selbst schuld! Haben uns unsere Eltern nicht immer gesagt, wir sollen nicht mit dem Feuer spielen? Warum nicht? Darum nicht! Aber es macht doch soviel Spaß!!!

Nun, es wäre ja nicht das erste Mal…
So scheint mir der Fall/mein Fall zumindest nicht ganz hoffnungslos. Vielleicht kann aus dem kläglichen Haufen Plastikmüll im Rahmen der nächsten Upcycling-Aktion ja etwas Neues erwachsen? Etwas Brauchbares, das jemand Anderes als unendlich nützlich, kostbar und wertvoll erachten kann..? Wir werden sehen. Herbst oder Winter werden Aufschluss bringen. Zumindest muss man (mich eingeschlossen) dann, Neigungswinkel der Erde sei Dank, keine Angst mehr vor Sonnenbrand jeglicher Art haben..

© 2016 Olaf Siebert

Morgen-Urin (Mittelstrahl-Prosa)

Eine Umarmung.

So (gut) habe ich (mich) schon lange nicht mehr gefühlt…
„Warum eigentlich nicht?“
Zuerst nicht mehr als ein fixer Gedanke, gewinnt diese Geistesregung, so wie ein zarter Sämling im Laufe seines Werdens immer mehr die Gestalt einer Pflanze annimmt, in den vergangenen Tagen in mir an Form. Ja, warum eigentlich nicht! WARUM EIGENTLICH NICHT?… hallt es in den Tiefen und Untiefen meines Bewußtseins wider. Immer und immer wieder… Schließlich wird es bald Frühling. WARUM EIGENTLICH NICHT?

Nur, was nicht ist, ist möglich, Olaf! So heißt es zumindest in einem meiner Lieblingssongs der Einstürzenden Neubauten. Nun, es heißt dort allerdings auch, dass zwei Dinge unendlich seien, nämlich die Dummheit und das All… (ok und die Liebe vielleicht…). Auch die Möglichkeit des Scheiterns ist impliziert.
Da ist er wieder, mein guter, alter Bekannter:
„Moin! Gestatten, der innere Kritiker!“, schallt es mir laut von der anderen Straßenseite entgegen (immerhin stellt er sich mittlerweile vor, der Penner :D.
„Guten Morgen“, grüße ich die hässliche Fratze mit einer leichten, mir zu eigen gewordenen Verbeugung zurück. Schließlich bin ich ja höflich. 🙂 Ich wäge ab, verwerfe, betrachte von allen Seiten, zweifle. Und doch… verzweifle ich nicht! Warum eigentlich nicht? … WARUM EIGENTLICH NICHT? Zulange habe ich nun schon seinen Worten gelauscht, die mich wie süßes Gift lähmten und mir Jahre an wertvoller Lebenszeit raubten. Zu lange schon!
WARUM EIGENTLICH NICHT?

Warum eigentlich nicht? Ergreife die Chance! Ich bin, ich kann… Ja, ich will! (Stimme aus dem Off: „Wwoohhhooo! Hast Du da etwa gerade jemandem einen Antrag gemacht? “ … “ Shut up, biaaaatch! Das geht Dich ’nen feuchten Kehrricht an!“)

WARUM EIGENTLICH NICHT?
Ich nehme mir heute vor, nein… ich gelobe feierlich, diesen Gedanken zu ehren, ihm mit jeder meiner Zellen, jeder meiner Bewegungen, jedem Lächeln und jedem Wort, das meine Lippen verlässt, Ausdruck zu verleihen und ihn in die Tat umsetzen!
Alles ist möglich! WARUM EIGENTLICH NICHT?

© 2016 Olaf Siebert

Leben/ Tod

Leidlich

leidlich leben,

leidlich leben lieben,

leidlich leben, lieben, leiblich,

TOD.

© 2007 Olaf Siebert

Schöpfung

Gottgleich geboren,

aus Evas Schoss,

im Sinner der Anklage,

schuldig!

© 2007 Olaf Siebert